Jays a-Jays Two: Ein unprofessionelles Review

An alle diejenigen, die wieder mal In-Ear Kopfhörer suchen: Ein Jays a-Jays Review von einem echten Kunden…

Ich habe wohl ein Talent dafür, Kopfhörer durchzubringen. Manchmal glaube ich (wohl zu Recht,) alle 6 Monate neue zu kaufen, weil die alten mal wieder einen Kabelbruch haben oder sonst was ist. Am Ende dieser Kopfhöhrerodysee bin ich dabei noch nicht angekommen.

Ich habe schon durch:

  • Denon AH C 351 (gibts leider nicht mehr zu kaufen, hab ich benutzt bis der Gummi vom Kabel abfiel)
  • AKG K 324 P (sind unglaublich schnell kaputt gegangen, Kabelbruch am Gehäuse)
  • dann kam mind. einer, an den ich mich nicht erinnere. Hatte aber weiße Kabel.
  • Jays a-Jays Two (verloren)
  • Kicker EB 101 P (Kabelbruch am Klinkenstecker)
  • aiaiai Pipe (aktuell)

Meine Auswahlkriterien, wenn ich mal wieder neue suche: In-Ears zwischen 20-40 Euro und eher unbekanntere  Firmen. Konzernen wie Sony oder Panasonic traue ich da irgenwie nicht.

Jetzt aber endlich zum Review der Jays a-Jays Two:

Verpackung und Zubehör:

Woran ich mich noch gut erinnere: Die Verpackung ist die Hölle. Superhartes Plastik und bis man rausgefunden hat, wie das aufgeht, ist bei anderen bestimmt schon die Geduld ausgegangen. Tipp: Aufschieben von unten nach oben.

Ziemlich cool ist, dass es bei den Jays a-Jays Two viel Zeugs dazu gibt: Einmal relativ viele Wechselaufsätze, ich glaube gleich 5 verschiedene Größen. Daumen hoch, da findet wirklich jeder was.

Dann einen Adapter, um zwei Kopfhörer an eine Quelle anzuschließen. Das ist vielleicht für Teenager ganz nett, hab ich aber nie gebraucht.

Dann gibt es einen Flugzeugadapter mit zwei Klinkensteckern. Das ist eigentlich ganz cool, hab ich aber auch nie gebraucht. So viel fliege ich jetzt doch nicht in der Gegend rum. Und mal ernsthaft: Wenn dann doch, ist das so ziemlich das letzte woran ich denke, mitzunehmen. Hab ich also auch nicht genutzt.

Fazit Verpackung und Zubehör: Verpackung ist Mist, aber für mich unerheblich, ich packe die a-Jays schließlich nur einmal aus. Das Zubehör ist recht umfangreich, ungewöhnlich, aber letztlich auch nicht besonders wichtig. War für mich kein Kaufgrund, aber wer kauft Kopfhörer schon wegen dem Zubehör?. Trotzdem 4 Sterne.

Tragekomfort und Qualität:

Erstmal fühlen sich die Jays a-Jays sehr wertig an. Ein flaches Kabel hatte ich zum ersten Mal und es hat definitiv einen gewissen Style-Faktor. Gefühlt haben sich die Kabel auch weniger verheddert (was wohl der eigentliche Nutzen sein soll) und auf jeden Fall lassen sich die Kabel deutlich leichter auseinanderknoten, wenns dann doch wieder mal so weit war. Absolutes Plus also.

Ich muss auch erwähnen, dass das die einzigen In-Ears bisher waren, die mir nicht kaputt gegangen sind. Zum Teil natürlich, weil ich die vorzeitig verloren habe, aber bei denen hatte ich zumindest auch keine große Angst, die Ausführung war sehr stabil.

Der Stecker ist im klassischen L-Format ausgeführt ist und nicht wie neumodisch gerade. Da heutzutage die Abspielgeräte, ob Handy oder mp3-Player, meist die Buchse an der Schmalseite (also oben oder unten) haben, kann ich mir vorstellen, dass das auf Dauer das Kabel mehr belastet, zumindest wenn man das Gerät in der Hosentasche trägt. Wie gesagt, in den 6 Monaten, die ich die a-Jays Two hatte, konnte ich nicht mal Anzeichen von Materialermüdungserscheinungen feststellen. Den Durchschnitt haben die Jays damit auf jeden Fall schon übertroffen! Recht beruhigend ist auch, dass vom Hersteller zwei Jahre Garantie gewährt wird, wenn man die Hörer einschickt. Kabelbruch wird dabei nicht wie so oft als Reklamationsgrund ausgeschlossen! Das ist toll und zeigt das Vertrauen in die Qualität.

Leider führt die stabile Ausführung und das Breite Kabel, auch dazu, dass die Gehäuse für die Ohren recht voluminös ausfallen. Da helfen auch die Silikonaufsätze nicht. Ich habe von vielen anderen gelesen, dass sie damit keine Probleme hatten – ich habe aber recht kleine Ohren, und die a-Jays haben vor allem am Anfang  ziemlich gedrückt. Mit der Zeit gewöhnt man sich dran (oder entwickelt eine Hornhaut), aber wenn man kleine Ohren hat, sollte man mit den a-Jays Two vorsichtig sein und wenn möglich Probe tragen. 

Fazit Tragekomfort und Qualität: Für die Qualität würde ich volle Punktzahl geben, aber da die Teile für mich zu groß waren, ziehe ich zwei Punkte ab: 3 Sterne ***.

Sound:

Wer bis jetzt nicht wusste, was an dem Jays a-Jays Two Review hier unprofessionell sein soll: Jetzt kommts: Ich bin nicht phonophil und erzähle nicht von breiten Bühnen, ausgewogenen Mitten und kristallklaren Höhen, Dezibel oder Hertzen, denn… davon hab ich keine Ahnung. Stattdessen beschreibe ich einfach, wie sich die a-Jays Two anhören.

Als ich die In-ears das erste mal hörte, war ich ehrlich gesagt enttäuscht. Zum einen hatten die Reviews einen fetten Bass versprochen, der zwar im Vordergrund stände, aber gerade noch genug Raum für die restliche Musik ließ. Davon hab ich nicht besonders viel gehört.

Klar, der Bass war schon da, aber jetzt nicht so wahnsinnig grollend oder tief, wie ich mir das vorgestellt habe. Stattdessen war der Klang einfach nur dumpf. Alles klang einfach recht ähnlich, als hätte man noch Oropax in den Ohren.

Negativ ist mir auch aufgefallen, was auch in vielen anderen Jays a-Jays Reviews zu lesen ist: Das Kabel produziert wirklich recht laute Geräusche. Ich bin da recht unempfindlich und es hat mich eigentlich nie gestört, aber das scheint wohl der Preis für die Optik zu sein.

Der Höreindruck hat sich leider auch mit der Zeit nicht wirklich verbessert. Wahrscheinlich durch Gewöhnung, aber vielleicht auch durch einspielen, ist es subjektiv noch ein wenig besser geworden, so richtig toll war der Sound aber trotzdem nie. Und vielleicht das schlimmste: Nicht das, was ich mir davon versprochen hatte.

Ich höre häufig Podcasts, also einfache Sprachausgabe (siehe auch die Rubrik „weiterhören“ hier rechts), da kommt es auf den Bass aber eh nicht an. Und gerade dann fällt die recht flache Wiedergabe schon auf.

Fazit Sound: Das klingt negativer als es gemeint ist: Der Sound war für Musik durchaus in Ordnung, nur eben nicht so wie ich es mir vorgestellt habe. Besondere Stärken konnte ich auch nicht ausmachen. Der Bass war zwar da, aber irgendwie verwaschen und hat das ganze Klangbild runtergezogen. Die Konsequenz ist eben auch, dass ich keine neuen Sachen in meinen bekannten Liedern gehört hatte. Ich gebe 2 Sterne **.

Gesamtfazit: Macht zusammen 9 von 15 möglichen Punkten.

Ich würde die Jays a-Jays Two trotzdem nochmal kaufen, schon allein um herauszufinden, wie lange die wirklich halten Klar, der Sound hat mich gar nicht umgehauen, das Zubehör ist mehr nett gemeint, als wirklich nützlich. Aber ich finde, die Qualität sollte man unterstützen, allein weil es 2 Jahre Garantie vom Hersteller gibt. Scheinbar meinen heutzutage ja viele andere Firmen mit geplanter Obsolezenz, die Kunden verarschen zu können. Find ich blöd und allein deshalb sollte man zumindest die Firma Jays unterstützen – wenn es auch  nicht unbedingt die a-Jays Two sein müssen, wie ich im Review vielleicht gezeigt habe.

Und warum es danach trotzdem die Kicker EB 101B geworden sind, ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.

 

 

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