Milka traut sich was

Jetzt hatte ich mir schon so einen schönen Text hier ausgedacht, um mal so richtig gegen Milka zu ätzen und dann muss ich bei näherer Recherche feststellen: Milka ist leider im Recht (hat es aber nicht).

Die Vorgeschichte: Berlin – Bahnhof Zoo

Milka präsentiert sich augenfällig im Bahnhofsbereich mit einem Wandplakat im wenig belebten Fernzugteil des Verkehrsknotenpunktes. Mehrfach war mir der neue (?) Claim „Trau dich zart zu sein“ aufgefallen.

Aufgefallen vor allem, weil ich einen Schreibfehler, besser Kommafehler, witterte. Wittern ist ehrlich gesagt ziemlich harmlos ausgedrückt, mir rollten sich die Zehennägel nach oben, weil ich eingebläut bekommen habe: „Vor zu + Infinitiv hat ein Komma zu stehen!“.

Nun. Muss es nicht, der Duden meint es ist eine kann-Regel: http://www.duden.de/rechtschreibregeln/komma Regel 117. Das Komma müsse nur gesetzt werden, wenn der Satz sonst Missverständlich wäre. Ist er leider in diesem Fall auch nach längerem Überlegen nicht.

Was hätte man hier schön schwadronieren können, wie sich Milka in eine längere Reihe von Werbe-Fails einfügt und stattdessen bin nicht nur ich im Unrecht (was schlimm genug ist), sondern muss nun auch noch in Zukunft Besserwisserei  in Bezug auf Kommas vor Infinitiven unterlassen.Toll,  Danke Milka! Ich ziehe mich mit einer Ritter Sport Dunkle Vollnuss zurück und versuche herauszufinden, welcher Deutschlehrer für ruinierte Zehennägel verantwortlich gemacht werden kann.

 

Das ist das Orginal: Wäre das denn wirklich so schlimm:

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