Ich machs kurz

Cutting a long story short: Medellin war nicht so der Bringer. In dem upper class Viertel, wo wir gewohnt haben, war gar nichts los (weiß der Himmel, warum da die ganzen (teuren) Hostels sind und die Stadt unten kann nicht treffender als mit “crazy ants on speed” beschrieben werden.

Da mir die Zeit davonläuft, und ich schon noch ein wenig von Quito sehen wollte, habe ich die Kaffeeplantagen ausfallen lassen und bin direkt unter Missachtung Calís nach Popayan gefahren. Hier war ich ein Tag länger, als geplant, weil immer Mittwochs in einem nahegelegenen Dorf ein Markt stattfindet. Eigentliches Highlight sind die Hochlandbewohner, die nur an diesem Tag in ihren traditionellen Überwürfen herunterkommen. Von Fotos rät der LP aber dringend ab!

Dann also Quito. Oder besser: Erst mal Ecuador. Wahnsinn, aber die Reise über die Grenze hat mich nochmal den ganzen Tag gekostet. Wieder mal ein Tag ohne Essen, das aber nur nebenbei. Ich hätte nicht gedacht, dass diese Sprinter so unbequem sind. Ich hatte extra den kleineren, schnelleren Bus gebucht, außerdem stand Mercedes drauf und teurer wars auch nicht. Hat trotzdem über 6 lange Stunden gedauert, bis ich das zu sehen bekam:

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Leider brachte uns dieser Spitzenbus nur bis zur Grenze. Nachdem hier also die Formalitäten (omg, ein letztes Mal Visa beantragen, banges Warten auf den unvermeidlichen Stempel, ich werde es vermissen ) erledigt waren, stand ich in einer Sackgasse. Oder besser: Im Nirgendwo. Die Grenzübergänge nach Ecudaor sind berüchtigt, hier sollte man niemandem trauen. Kein Problem: Ich hatte wie üblich kein Geld dabei. Mein Problem: Ich hatte wie üblich kein Geld dabei. Die nächste Stadt ist 15 Taximinuten entfernt. 3$ können die Welt sein, wenn man die nicht hat. Das hatte ich wieder mal davon, dass ich mich auf die Aussage im Hostel verlassen habe, dass es an der Grenze ATMs gebe. Ich möchte hiermit in aller Deutlichkeit sagen: Gibt es nicht! Plasik lässt sich hier nicht in Papier verwandeln. (Das wäre ehrlich gesagt auch die erste Grenze gewesen, an der das gegangen wär…)

Die Lösung des Problems ist so einfach, wie unspektakulär: Zwei nett aussehende Traveller angesprochen, die haben mir einen Dollar geliehen (die Landeswährung in Ecuador ist der US$) und mit denen zur Busstation gefahren und für nen weiteren in die nächste Stadt.

Warum mache ich immer so was? Weils sich lohnt. Die Leute waren toll, bin mit denen noch nach Quito gefahren und hatte 4 ganz hervorragende Tage! Erfahrung macht daher nicht klug, sie härtet nur ab.

Quito ist wahnsinnig interessant, leider ein wenig zu kalt zu dieser Jahreszeit (Stand: Juli 2010). Generell wird zwischen der “Old Town” und der “New Town” unterschieden. Was in der Beton- und Häuserwüste dazwischen ist, weiß ich leider nicht. Die Altstadt, Überraschung, all die Sehenswürdigkeiten zu bieten, die die Spanier hinterlassen haben unter anderem eine wahnsinnig beeindruckende Kirche. Ehrlich gesagt, eine der Mustergültigsten (gotischen?) Kirchen die ich jemals gesehen habe. Wunderbar verziehrt, aber furchteinflößend dunkel und einschüchternd groß.

Das Standardtouriprogramm zum Vermessungspunkt des Äquators hab ich natürlich auch noch gemacht.

Ach, Mann, was solls, warum mehr schreiben, nur weils der letzte Ort ist? Viel mehr hätte ich so auch nicht über Quito verloren, also Schluss hier. Rührseliges Fazit gibts im nächsten Post.